Zwischen 1906 und 1910 entstand am Rand des alten Gutsdorfes die Alte Zehlendorfer Villenkolonie. Die Häuser dieser Jahre haben hohe Räume, eine repräsentative Treppe im vorderen Teil und daneben fast immer einen zweiten, deutlich schmaleren Aufgang ins Dachgeschoss. Für einen Umzug heißt das: Der Weg, der auf dem Grundriss breit aussieht, endet oben an einer Tür, durch die der Kleiderschrank nicht passt. Wir gehen deshalb beide Läufe ab, bevor wir eine Zeile ins Angebot schreiben.
Keine zwanzig Jahre später sah der Ortsrand anders aus. Ende der zwanziger und Anfang der dreißiger Jahre erschloss der Bauunternehmer Adolf Sommerfeld den Westen Kleinmachnows mit standardisierten Einfamilienhäusern in nahezu industrieller Bauweise; diese Bürgerhaussiedlung prägt bis heute große Teile des Ortsbildes. Die Einwohnerzahl stieg von 944 im Jahr 1926 auf 12.565 im Jahr 1939. Standardisiert gebaut heißt für uns: Wer eines dieser Häuser kennt, kennt die Treppe im Nachbarhaus auch. Das macht die Planung verlässlicher als in jedem Neubaugebiet.
Beide Bauformen stehen heute nebeneinander, oft in derselben Straße, und beide gehören zu einem Ort, in dem rund 75 Prozent der Gebäude Einfamilienhäuser und weitere 16 Prozent Zweifamilienhäuser sind. Eine Etagenwohnung ist hier die Ausnahme. Wer in Kleinmachnow umzieht, zieht fast immer aus einem ganzen Haus aus und in ein ganzes Haus ein. Das ist der Grund, warum wir für den Privatumzug in Kleinmachnow anders rechnen als ein Betrieb, der überwiegend Geschosswohnungen fährt.